NABU Wildtiernis    Besucherzentrum    Die Entstehung

Die Entstehung

NABU Gut Sunder ist seit fast dreißig Jahren eine Umwelt- und Naturschutz-Bildungseinrichtung des NABU. Es hat also eine lange Tradition und "viel zu erzählen". Informationen über die Geschichte sowie die aktuellen Angebote von NABU Gut Sunder erhalten Sie hier!

Zusätzlich wurde in einem fast dreijährigen Projekt NABU Gut Sunder vom Bildungszentrum zum Besucherzentrum auch für Freizeitgäste weiterentwickelt. Ein neu erstelltes Gebäude direkt im Eingangsbereich des Gutsgeländes und der Umbau des Info-Shops führten zu einem Gebäudekomplex mit rund 200 Quadratmetern Ausstellungs- und Shopfläche.

Für das neue, einzigartige Tierfilmsystem wurden 9 Kameras im Außengelände fest installiert und die Aufnahmen in eine interaktive Ausstellung eingespeist. Nach Aufbau des Ausstellungssystems begann im Herbst 2009 zunächst ein Testbetrieb und am 18. März 2010 der öffentliche Betrieb.

Marketing, Gästebetreuung und auch noch „der Feinschliff“ in der Ausstellung und im Außengelände wirken darauf hin, ein komplettes Erlebnisangebot zu etablieren.

Dazu ist das Team von 8 befristet, auch in Teilzeit tätigen, engagierten Menschen noch bis zum Ende des Jahres 2010 tätig.

Das Projekt konnte nur realisiert werden mit Unterstützung von folgenden Förderinstitutionen

  • Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr; Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) - Ziel Konvergenz sowie aus Mitteln des niedersächsischen Wirtschaftsförderfonds (WFF)
  • Klosterkammer Hannover
  • Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück
  • Niedersächsische Lottostiftung, Hannover.

Die begleitende Evaluation wird gefördert durch die Niedersächsische Bingostiftung für Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit.

Im nachfolgenden Projekttagebuch sind einige der vielen Arbeitsschritte und Zwischenergebnisse dokumentiert.

Das Projekttagebuch

 Juli 2008 - der Bau beginnt

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„Von Grund auf neu" und gleichzeitig als gefälliger Anbau wird das Gebäude für den Erlebnisraum im neuen Tierfilmzentrum an das bestehende Infogebäude angebaut.

 

21. August 2008 - Auftakt-Pressetermin gut besucht

 

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Regionale Presse aus dem Zeitungswesen sowie Funk und Fernsehen traf sich auf NABU Gut Sunder. Das Projekt NABU-Wildtiernis Gut Sunder wurde von den 4 Sprechern Landrat Klaus Wiswe, Hans-Jürgen Wissel (stellvertretender NABU Landesvorsitzender), Rüdiger Wohlers (Projekt-Pressesprecher) und Petra Schlaugat (Projektmanagerin) vorgestellt: Es wurde als „große Zukunftschance für NABU Gut Sunder als Natur-Lernstandort" begrüßt. Die Projektmanagerin Petra Schlaugat hob das hohe Niveau bei der Umsetzung des Projektes hervor und sagte zu, alles aus Projektmitteln mögliche zu tun, damit künftige Besucher ein exquisites Naturerlebnis mit nach Hause nehmen können.

 

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Besonderes Interesse erzeugte die Kurzvorführung der neuen Tierfilmtechnik im Rahmen des anschließenden Projekt-Rundgangs.

 

29. August 2008 - unser Richtfest

 

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Nach nur 3 Monaten Bauzeit feierten wir bei herrlichem Wetter das Richtfest.

 

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Sonne und geladene Gäste strahlten „um die Wette" und folgten dem Richtspruch der Zimmerleute ...

 

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... und anschließend dem Dank des Bauherren an die Beteiligten - vertreten durch den NABU Landesvorsitzenden Hans-Jörg Helm.

 

Herbst 2008 - letzte Arbeiten vor Wintereinbruch

 

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22. Oktober: Zu Beginn der kalten Jahreszeit wurde der Bau dicht gemacht...

 

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... und neue Wege für die künftigen Besucher angelegt (12. November).

 

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26. November: Ein einladender neuer Eingang zieht jetzt schon die Blicke der Besucher von NABU Gut Sunder an. Eines Tages führt er in den Shop im Informationsgebäude des Tierfilmzentrums, von dem aus es dann weiter in den Erlebnisraum geht - zu dem mediengestützten Tierfilmerlebnis auf NABU Gut Sunder.

 

2. Dezember 2008 - Prominenter Besuch aus Cornwall zu Gast auf NABU Gut Sunder

 

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Howard Curnow, Vorsitzender des Cornwall Wildlife Trust, informierte sich über den Fortgang des Projekts "Wildtiernis" auf NABU Gut Sunder. Dabei tauschte sich Curnow, der sich weltweit als Vortragender über seine Heimat Cornwall einen Namen gemacht hat, mit dem NABU-Landesvorsitzenden Hans-Jörg Helm über aktuelle Naturschutzfragen aus. Beide Verbände arbeiten seit 1995 eng zusammen; Curnow zeigte sich sehr beeindruckt vom "Wildtiernis"-Projekt!

 

18. Februar 2009 - Arbeit an der Innengestaltung des Erlebnisraumes mit vielen Beteiligten.

 

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Bereits seit Spätherbst 2008 arbeiteten 4 renommierte Ausstellungsagenturen im Rahmen eines Ideenwettbewerbes an Ihren Entwürfen für die Ausstattung des Tierfilmzentrums. Im Februar 2009 präsentierten die Agenturen dann ihre kreativen Ergebnisse.

Direkt im Anschluss befassten sich rund 20 speziell für diese Etappe ausgewählte Personen im Rahmen eines Evaluationsworkshops mit den Gestaltungsentwürfen. Das Ziel war es, den für die vielseitigen Anforderungen des Tierfilmzentrums passgenauesten Entwurf heraus zu filtern.

Am Ende überzeugte der Entwurf der Agentur kunstraum GfK mbH, Hamburg am besten.

 

24. März 09 - Der Gewinnerentwurf wird der Presse vorgestellt

 

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Auch die Presse hob die klare anregende Struktur der Gestaltung mit den vielen Mitmach-Elementen positiv hervor: Alle fühlten sich eingeladen, ab Herbst 2009 - zunächst noch nach vorheriger Anmeldung - den Erlebnisraum dann live zu besuchen.

 

Februar 2009 - Tatkraft auch im Außengelände

 

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Noch eher Baustellenatmosphäre - dennoch entsteht hinter dem Tierfilmzentrum ein Garten-Biotop, welches dem Besucher demnächst einen besonderen Einblick in die Artenvielfalt eines Naturgartens ermöglichen wird: Live-Bilder von Tierarten im hausnahen Grün und ...

 

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... auf, am und im Wasser.

 

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Und wer war hier wohl „zu Besuch"?

 

 24. April 2009 - Tierfilmtechnik in höchster Qualität

 

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In dieser Woche konnten wir endlich den Auftrag zum Bau der Tierfilmtechnik erteilen. Es war nicht einfach, aber nun steht unserem Ziel, Live-Bilder von freilebenden Tieren um Gut Sunder digital und in höchster Qualität zu präsentieren, nichts mehr entgegen. Der Auftrag ging an die renommierte Fernsehproduktions-Firma DOKfilm, die in Zusammenarbeit mit unserem englischen Partner Eco-Watch ein innovatives Design entwickelt hat. Am 24. April gab es dann einen ersten Ortstermin. Die Firma DOKfilm besuchte Gut Sunder und wurde vertreten durch den Systemarchitekten und Projektleiter Stefen Oldenburg, dem Geschäftsführer Dr. Jost-Arend Bösenberg sowie dem Bauleiter Dipl.-Ing. Olaf Schröter (von links nach rechts).

 

16. Mai 2009 - Start der Ausbildung für Gästebetreuer,-innen für das Tierfilmzentrum

 

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Die Seminarreihe startete mit sieben Teilnehmern. Zum Kennen lernen, auch des neuen Wirkungsgebietes, begann der erste Seminartag mit einer klassischen Gut Sunder-Führung, wie sie schon heute von jeder Besuchergruppe buchbar ist.  

In einem angeregten Ausstausch wurden dann die Erfahrungen aus der Führung und persönliche Kenntnisse über die später im Tierfilmzentrum zu bestaunenden Tierarten zusammengetragen - die gute Basis für die weiteren Seminartage ist gelegt!

 

27. Juni 2009 -  Umsiedlung der Hornissen

 

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Ein kleines Hornissenvolk wurde nach Gut Sunder gebracht und in den speziellen Kasten gesetzt. Die Hornissenkönigin hatte ihre Staatengründung in Celle begonnen, wo sie nicht bleiben konnte. Herr Könecke, Wespen- und Hornissenberater im Landkreis, sorgte für die fachgerechte Umsiedlung. Im Hintergrund sind die Leisten zu sehen, hinter denen ab nächster Woche die Kamera positioniert wird, die dann die Bilder ins Tierfilmzentrum überträgt.

 

28. Juni 2009 -  Installation der Außenkameras

 

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Im Gebiet der Teiche wird in vier Metern Höhe die erste Kamera zusammen mit Mikrofon und Infrarot-Scheinwerfer installiert.

 

02. August 2009 - Infostand zum Musikfestival "Sunder musiziert!"

Mit einem Infostand waren wir zum diesjährigen Musikfestival "Sunder musiziert" auf Gut Sunder vertreten. Vor unserem neuen Haupteingang haben wir provisorisch einen Infostand aufgebaut und alle interessierten Besucher über den Werdegang des Projektes und den aktuellen Stand informiert.

Besondere Aufmerksamkeit hatte natürlich der Fokussierer, der auch die jüngeren Besucher beindruckte.

 

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3. August 2009 - Die Kronenteile und Baumstämme zur Verwendung im Erlebnisraum  kommen an

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Gestiftet vom Forstamt in Fuhrberg sind die für unsere Ausstellung erforderlichen Baumteile: Zwei Kronenteile stammen aus einem 63jährigen Eichenbestand, drei Stammabschnitte aus einem 139 Jahre altem Kiefernwald.

Alles Holz stammt aus dem nach ökologischen LÖWE-Grundsätzen bewirtschafteten niedersächsischen Landeswald; LÖWE heißt "Langfristige ökologische Waldentwicklung". Weitere Infos dazu auch unter www.landesforsten.de

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Foto: Hans-Jürgen Thies und ein Mitarbeiter bringen die Baumteile an Ihren Bestimmungsort.

 

08./09. August 2009 - 4. Modul der aktuellen Schulungsreihe

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Auch das vierte Modul der Schulungsreihe für angehende Besucher-Betreuer war unterhaltsam und erfolgreich: "Tierspuren finden" war eine methodische Einheit und so kamen wir wieder einmal dem demnächst im Tierfilmzentrum zu beobachtenden, frei lebenden Fischotter auf die Spur.

 

 

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Im Schulungsraum wurden dann Informationen ausgetauscht und weitere Schritte zur Planung zukünftiger Wildtiernis-Besucherprogramme unternommen. Alle freuen sich auf Ihre ersten praktischen Erfahrungen in der nächsten Schulungseinheit - dann bereits im eingerichteten Erlebnisraum. 

 

12. August 2009 - Der Erlebnisraum nimmt Farbe an

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Die moderne und aufwendige Wandbemalung ist bereits fertig und lässt erahnen, wie interessant und anspruchsvoll der Erlebnisraum  gestaltet  sein wird.

 

August 2009 - Der Shopumbau zeigt, getreu dem Projektmotto, "bisher Verborgenes"


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Abbruch ist immer ein Risiko: Hinter Zwischenwänden fanden die Handwerker von Kabel über Wasserrohre bis zu alten Balken so allerhand. Kein Problem - sehr flexibel ging Fa. Graudenz ans Werk.


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Upps, gestern noch helle neue Balken, heute schon "schwarz wie Ebenholz": Die Raumgestaltung setzt auf das Anknüpfen an bestehende Elemente, verbunden mit ganz neuen Akzenten. Wir bleiben gespannt!

 

3. September 2009 - Tag der Farben

Seit gestern "brummt es" in unseren Räumen so richtig. Doch diesmal nicht die nestbauenden Hornissen, sondern bis zu 10 Handwerkern sind emsig am Werk; sie sägen, hämmern, bohren, schleifen, streichen und was da entsteht lässt sich sehen. Neue Farben und Formen kommenin die Räume.

 

Ob im zukünftigen Eingangsbereich mit Shop

 

 

 

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oder im Flur

 

 

 

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oder im Erlebnisraum.

 

 

 

 

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5. September 2009 - NABU-Mitglieder informieren sich

 

Der erste "Baustellenbesuch" von rund 60 NABU-Mitgliedern am Rande ihrer Landesvertreterversammlung vermittelte Einblicke in die farbenfrohe Raumgestaltung. Aber auch erste Tieraufnahmen vom Eisvogel und von nächtlichen Besuchern unserer Teiche überzeugten von der Konzeption, die frei lebenden Tiere anschaulich "in den Raum zu bringen".

 

 

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18. bis 20. September 2009 - NABU-Wildtiernis Gut Sunder auf dem Vogelfestival in Steinhude

 

So zeigt sich der neue Infostand am Freitag vor dem Ansturm auf dem Vogelfest in Steinhude: Neben dem "Zelt an sich" werden vor allem der Fokussierer und der Counter der Blickfang sein.

 

 

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Der Fokussierer ist genau auf die Libelle eingestellt, so dass die Besucher beim Durchblicken ganz genau das kleine Insekt auf der speziell angefertigten Rückwand erkennen können, besser, als mit bloßem Auge.  Selbst die kleinsten Naturschützer hatten größtes Interesse daran.

 

 

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Besonders großen Andrang am Stand gab es natürlich am Samstag, weil das Projekt NABU-Wildtiernis Gut Sunder hier ein Gewinnspiel ausrichtete, bei dem es darum ging, die auf der Stele dargestellten Tiere zu erkennen und zu benennen.

 

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27. September 2009 - Tag der Natur auf Gut Sunder

 

Bei dem öffentlichen "Tag der Natur" feierten NABU Mitglieder und Besucher das 100-jährige Bestehen des NABU Kreisverbandes Celle auf Gut Sunder. Das Geburtstagsgeschenk des NABU Niedersachsen war die Öffnung des Tierfilmzentrums für die Anwesenden.

 

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Obwohl noch "kurz vor der Vollendung" begeisterte die moderne Aussattung mit einigen eilig erstellten Kurzvideos der hier frei lebenden Tierwelt bereits etwa 300 Besucher und Besucherinnen.

 

 

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Besonders die sonst nie zu beobachtenden nächtlichen Tier-Aktivitäten - der sich vor seinem Bau die Erde auf dem Fell schüttelnde Dachs und die Ricke mit zwei Kitzen am Teich - begeisterten viele.

 

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 7. November 2009 - Winsener Heimatverein zu Gast

Im Rahmen ihrer jährlichen Herbstwanderung haben Mitglieder das Winsener Heimatvereines ihren Ausflug nach NABU Gut Sunder um den Besuch des exklusiv geöffneten Tierfilmzentrums ergänzt. Auch ein kleines Kaffetrinken mit stärkendem Kuchen war vorbereitet. "Wir kommen gern wieder" war die erfreuliche Resonanz.

 

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14. Oktober bis 18. November 2009 - Eindrücke aus dem Testbetrieb

Gemäß unseren angekündigten Besucherterminen lief bis einschließlich 18.11.09 der Testbetrieb mit angemeldeten Besuchergruppen und Schulklassen sehr gut an. Jung und alt konnten die Ausstellungselemente ausprobieren und die Resonanz war entsprechend gut. Ebenso konnten die neuen Gästeführer ihr gelerntes Können unter Beweis stellen und führten die Gruppen mit Charme und Kompetenz durch die Ausstellung.

 

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Als angemeldete Gruppen waren zum Beispiel zu Gast:
Private Radgruppe aus Celle, NABU Langenhagen, Heimatverein Winsen/ Aller regionale Landfrauengruppe, Seminarteilnehmer, -innen, ...


„Ich bin total überrascht, wie abwechslungsreich und interessant diese Ausstellung für mich und meine Kinder gestaltet wurde und werde beim kommenden Elternabend unbedingt den Vorschlag machen, die Wildtiernis im nächsten Frühjahr im Rahmen eines Klassenausfluges zu besuchen", so eine Mutter aus Marklendorf, die mit ihren drei Kindern den Erlebnisraum erkundete.

 

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Auch die Teilnehmer des Seminares "Cornwall kulinarisch" knüpften mit einem Besuch des Tierfilmzentrums an das Seminar an: Aus ganz Norddeutschland kamen sie, um sich im von den Cornwallexperten Rüdiger Wohlers und Heike Neunaber begeistern zu lassen, als diese facettenreich ihre Wahlheimat im äußersten Südwesten Großbritanniens vorstellten. Die bei uns eingesetzte Tierfilmtechnik hat Ihre Wurzeln in den "Lost Gardens of Heligan" in Cornwall!

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Die Schulklassen wurden von der pädagogischen Mitarbeiterin Eva Kemper betreut und auch hier zeigte sich unter den Schülern große Begeisterung für das neue Angebot auf Gut Sunder. Im Einzelnen führte Frau Kemper folgenden Klassen in und durch die Ausstellung.


- 20.10. - 3a, Klasse Grundschule am Gildesweg, Winsen/ Aller
- 21.10. - 4a, Klasse Grundschule am Gildesweg, Winsen/ Aller
- 03.11. - 4b, Klasse Grundschule am Gildesweg, Winsen/ Aller
- 04.11. - 3b, Klasse Grundschule am Gildesweg, Winsen/ Aller
- 10.11. - 6a, Klasse Heinrich-Pröve-Realschule, Winsen/ Aller
- 12.11. - 7c, Klasse Heinrich-Pröve-Realschule, Winsen/ Aller
- 17.11. - 5. Klasse Hauptschule Winsen
- 18.11. - 6. Klasse Hauptschule Winsen

Wir danken allen großen und kleinen Besuchern ausdrücklich für ihr Interesse und die aufschlussreichen Rückmeldungen. Das Evaluationsteam von der Universität Hildesheim wertete zurzeit die Befragungen aus. Auch bereits jetzt wissen wir: Ein paar Hinweisschilder werden im Erlebnisraum noch gebraucht ...

 

7. Januar 2010 – Heute gesehen auf Gut Sunder

 

Auch im Winter gibt es bei uns viel zu sehen, z. B. den Iltis, der eigentlich erst in der Dämmerung aktiv wird und dann auf Nahrungssuche geht. Tagsüber zieht er sich in selbstgegrabene Baue, Felsspalten oder auf Baumstämme zurück. Er ist ein Einzelgänger, der sich vorwiegend am Boden aufhält, doch bei Gefahr auch sehr gut klettern kann und ebenso gut schwimmen. Daher findet er passenden und ausreichenden Lebensraum auf unserem Teichgut und fühlt sich hier sehr wohl. Viel mehr Infos gibt es unter www.nabu.de

 

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Auch der Kormoran ist ein gern gesehener Gast und Bewohner auf NABU Gut Sunder. Abseits ihrer Brutplätze verhalten sie sich sehr ruhig. Die Rufe in den Kolonien hingegen sind laut, tief und krächzend. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Fischen, was ihnen nicht nur Freunde eingebracht hat. Deshalb haben der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern den Kormoran zum „Vogel des Jahres 2010“ gewählt. Die beiden Verbände wollen sich damit offensiv für den Schutz des Kormorans einsetzen, der nach seiner Rückkehr an deutsche Seen, Flüsse und Küsten wieder zu tausenden vertrieben wird. Viel mehr Infos gibt es unter www.nabu.de

 

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3. Februar 2010: Fischotter im Winter

 

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Mithilfe der Infrarot-Technik beobachten wir seit Tagen - auch nachts ! - ein Loch im Eis unserer "Hausteiche": Immer wieder tauchen hier frei lebende Fischotter auf. Fischotter sind das ganze Jahr über aktiv und nutzen Löcher im Eis, um unter der gefrorenen Oberfläche nach Beute zu jagen.

 

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Täglich finden wir neue Spuren an den Fluß- und Teichufern im Schnee. Besonders eindeutig sind diese, welche von dem Ende einer Regenbogenforelle und dem 'Festmahl' des Jägers erzählen: Vom oberen Bildrand sieht man die Fischotterspur kommen; der Otter hatte die riesige Forelle in der Schnauze. Links liegt noch der halbe Fisch - zu groß selbst für einen Greifvogel (Spuren auch von ihm), der ihn wohl mehrmals fallen lassen mußte.

 

18. März 2010 - NABU Wildtiernis Gut Sunder öffnete die Pforten

 

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus Politik und Gesellschaft hat am Donnerstag das Naturerlebniszentrum NABU Wildtiernis Gut Sunder seine Pforten im Rahmen eines Festaktes geöffnet.

 

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Der NABU-Landesvorsitzende - Dr. Holger Buschmann - hob in seiner Eröffnungsrede hervor, dass die Kenntnis von Arten essentiell für deren Schutz sei. „Was ich nicht kenne, kann ich nicht schützen“, sagte Buschmann. Er unterstrich, dass der NABU mit dem neuen Tierfilmzentrum, in dem auf Bildschirmen dank innovativer, modernster Kameratechnik zahlreiche Wildtiere des naturreichen Umfelds des historischen Teichguts von NABU Gut Sunder vorgestellt werden – vom Dachs bis zum Fischotter, vom Baummarder bis zur Hornisse und dem jagenden Eisvogel – seinem besonderen Auftrag nachkomme, Artenkenntnis zu vermitteln. „Eine Schlüsselaufgabe“, sagte Buschmann. Die Entfremdung junger Menschen, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, sei dramatisch und eine „gesellschaftliche Zeitbombe“. Dem wolle der NABU mit dem neuen Tierfilmzentrum begegnen, das „viel Neugier wecken soll“.

Er dankte den Beteiligten, die das Zustandekommen des Projekts, zu dem sich der NABU in Großbritannien inspirieren ließ, erst ermöglicht haben, insbesondere den Förderinstitutionen. Diese waren beim Festakt durch Grußworte vertreten. Ulrike Peters von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Andreas Hesse von der Klosterkammer Hannover und Anneliese Zachow von der Nds. Lottostiftung überbrachten die Glückwünsche ihrer Institutionen zur Eröffnung. Landrat Klaus Wiswe schloss sich den Glückwünschen an.

 

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Dr. Holger Buschmann lobte die Zusammenarbeit des NABU Niedersachsen mit dem Cornwall Wildlife Trust, dem britischen Partnerverband, die bereits seit 1995 stattfindet. Darüber habe der NABU viele neue Wege in der Umweltbildung, in der Förderung des Ehrenamts und anderen Bereichen des Naturschutzes beschreiben können. „Naturschutz macht niemals an Grenzen halt –wie die Zugvögel“, sagte der NABU-Landesvorsitzende. In einem Grußwort gratulierte der eigens aus Cornwall angereiste Vorsitzende des Cornwall Wildlife Trust, Howard Curnow, dem NABU zu seinem „epochemachenden Projekt, das der breiten Öffentlichkeit die Augen für die Juwelen der Natur Niedersachsens und insbesondere von NABU Gut Sunder öffnen möge“ – und wünschte viele Besucher.

Ab heute steht NABU-Wildtiernis Gut Sunder der Jedermann/-frau offen, der Öffentlichkeit offen, sowohl für Einzelbesucher als auch für Gruppen und Schulklassen. Es ist täglich ab 14 Uhr geöffnet, samstags und sonntags ab 10 Uhr.

Und mit diesem Eröffnungstag schließt unser Projekttagebuch, da sich das Projekt nun in einen Betrieb gewandelt hat und dieses Tierfilmzentrum nun Teil des NABU-Zentrums NABU Gut Sunder geworden ist.

Wir danken allen interessierten Besuchern unseres Tagesbuches für ihre Aufmerksamkeit und fordern Sie auf, uns doch einmal im Tierfilmzentrum NABU-Wildtiernis Gut Sunder zu besuchen.

Bis bald

Ihr Betriebsteam

NABU-Wildtiernis Gut Sunder